PHILOSOPHIE

Überlieferte und auch eigene Erfahrungen von guten und schlechten Jahren sind unser Ansporn aus dem 4,5 Hektar Betrieb jedes Jahr auf's Neue hochwertige Weine zu erzeugen.

Umweltbewusstes Arbeiten verstehen wir als Verpflichtung gegenüber uns und unseren Kindern. Dabei spielt ökologischer Pflanzenschutz eine wichtige Rolle.
 
 
  Eine vielfältige Begrünung in den Rebzeilen, wie auch Düngung mit organischen Substraten ermöglicht uns die Erhaltung des natürlichen Gleichgewichts. Pilzresistente Rebsorten, wie Regent, ermutigen uns, weiterhin Neuzüchtungen anzubauen, die ohne Pflanzenschutz auskommen.

Die Weinberge in den Fellbacher Lagen Goldberg und Lämmler sowie herausragende Lagen im Remstal bringen Trauben hervor, deren geschmackliche Vielfalt von unseren warmen Keuperböden geprägt ist. Mit Hilfe von konsequenter Mengenbegrenzung im Winter und Ertragsregulierung im Sommer freuen wir uns im Herbst über gesunde vollreife Trauben, aus denen im Keller extraktreiche, harmonische Weine entstehen.

Unsere Betriebsmaxime »klein aber fein« findet in der Kellerarbeit ihre Fortsetzung. Die verschiedenen, aus verhältnismäßig kleinen Parzellen stammenden Weine werden getrennt ausgebaut. Bei den Weiß-, Rosé- und Trollingerweinen erreichen wir durch schonendes Pressen der Trauben, kühle langsame Vergärung und lange Feinhefelagerzeit eine fruchtige Vielfalt. Extraktreiche Rebsorten, wie Lemberger oder Spätburgunder werden durch traditionelle Maischegärung und biologischen Säureabbau zu gehaltvollen, harmonischen Weinen geformt. Sie bereichern sich gegenseitig in unseren Cuvées zu komplexen Rotweinen, wie im Melchisedec-Cuvée. Je nach Potential reifen diese Weine in Edelstahltanks oder bis zu 24 Monaten in Eichenholzfässern, wodurch wir füllige, weiche Tannine erhalten.

Bei der Rotweinklassifizierung wird in drei Kategorien unterschieden:

1 Traube ; 2 Trauben ; 3 Trauben

Diese Bezeichnung lässt auf einen Blick den Zusammenhang der Qualitätskriterien Ertrag, Traubenqualität, Weinstil und Fassreife erkennen und soll künftig die Bezeichnung »Prädikatswein b.A.« ersetzen.

Traube:

Fruchtbetonte Rotweine, Lagerfähigkeit 3-5 Jahre.
Erträge max. 100kg/ar, kurze Maischestandzeit, Holzfassreifung 4-8 Monate in alten Barriques.

Sortenbeispiele:
Dornfelder – Melchior – Trollinger - Portugieser

Trauben:

Gerbstoffbetonte Rotweine, Lagerfähigkeit 5-7 Jahre.
Erträge max. 80kg/ar, mittellange Maischestandzeit, Holzfassreifung 7-11 Monate in alten und neuen Barriques. Dezente Holznuancen kombinert mit sortentypischen Fruchtaromen.

Sortenbeispiele:
St. Laurent – Regent – Samtrot – Cabernet Kreuzungen

Trauben:

Rotweine von tiefer warmer Frucht und komplexem Tanningerüst, Lagerfähigkeit 7-….Jahre.
Erträge max 60kg/ar, lange Maischstandzeit, Holzfassreifung 15-22 Monate in Barriques mit hohem Anteil neues Holz. Holzaromen werden mit zunehmender Lagerung in den Wein eingebunden.

Sortenbeispiele:
Regent – Lemberger – Spätburgunder


Für Weißweine möchten wir die deutsche Klassifizierung behalten. Die Abstufung über Oechslegrade (Zuckergehalt = natürliche Alkoholgehalt) spiegelt den Weintyp, den Sie erwarten, wieder. Zum Beispiel soll ein Kabinettwein fruchtig und leicht sein, eine Auslese dagegen gehaltvoll.

Unser Sekt ist aus ausgesuchten Trauben gekeltert und wird in der Flasche vergoren, anschließend von Hand gerüttelt und degorgiert.